Berichte

Rezital mit SELINA OTT

Opus Klassik Award 2021

Samstag, 19. November 2022 | 19.30 Uhr
Kloster UND

Rezital mit SELINA OTT
Opus Klassik Award 2021

 

„[…] ein untrügliches Gespür für Phrasierung, Farben, Dramaturgie […]“
Eckhard Weber

 

Selina Ott – Trompete
En-Chia Lin – Klavier

Manfred Permoser – Moderation

 

Seit Selina Ott mit nur 20 Jahren als erste Frau in ihrem Fach den renommierten Internationalen ARD-Musikwettbewerb gewinnen konnte, zählt sie zum kleinen Kreis der internationalen Topstars auf diesem, sonst zumeist von Männern dominierten Instrument.

Die gebürtige Kremserin kann inzwischen mit dem Erhalt des Opus Klassik Award 2021 für die beste Konzerteinspielung des Jahres einen weiteren Höhepunkt ihrer steilen Karriere vorweisen: Für ihr Debut-Album „Trumpet Concertos“ gemeinsam mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Leitung von Roberto Paternostro erntete die junge Trompeterin fulminante Kritiken. Dass Ott aber ebenso die subtile Kunst kammermusikalischer Interpretation beherrscht, beweist sie mit ihrem 2021 erschienen zweiten Album gemeinsam mit dem Pianisten En-Chia Lin – beeindruckendes Ergebnis eines über Jahre perfektionierten Musik-Dialogs dieser beiden Ausnahmekünstler: „Was die Trompetensolistin Selina Ott und der Pianist En-Chia Lin am Flügel gemeinsam aufführten, war geradezu ein Hochamt künstlerischer Virtuosität, klanglicher Delikatesse und künstlerischer Vollendung. […] Die ARD-Preisträgerin […] und ihr genialisch am Flügel agierender Begleiter zündeten eine beseelt interpretierte Programmfolge, die Anspruch und Abwechslung in Fülle bot.“ (Siegfried Schmidt)

Das abwechslungsreiche und virtuose Programm bietet ausgewählte Werke von Wladimir Peskin, Francis Poulenc, Alexandra Pachmutowa, Alfred Schnittke, Jean-Baptiste Arban, Nikolai Kapustin und Alexander Goedicke.

Walt Disney: FANTASIA 2000

Familienfilm

Freitag, 9. Dezember 2022 | 16.00 Uhr

Samstag, 15. Oktober 2022 | 16.00 Uhr

Kino im Kesselhaus

Walt Disney: FANTASIA 2000
Familienfilm

 

„Bilder zum Hören – Musik zum Schauen“
Walt Disney

 

Regie: Eric Goldberg, Hendel Butoy, James Algar u.a.

USA 1999, 75 Min.

Veranstaltung von kino im kesselhaus in Kooperation mit Köchel Gesellschaft Krems

 

Fantasia 2000 ist die bereits damals geplante Fortsetzung zu Fantasia von 1940 aus dem Hause Disney und zeigt ein Konzert, bei dem acht musikalische Werke mit unterschiedlichen Animationsfilmen und Realfilmelementen auf der Kinoleinwand zum Leben erweckt werden.

Eingespielt wurden die Stücke größtenteils vom Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von James Levine. Als einer der beliebtesten Parts aus dem Klassiker wird auch in Fantasia 2000 wieder Der Zauberlehrling von Paul Dukas präsentiert und dargestellt von Mickey Mouse.

Weitere, neue Stationen auf der musikalischen Reise sind unter anderem Beethovens 5. Symphonie oder die Rhapsody in Blue von George Gershwin. Ebenso berühmt wie beliebt die Szenen mit der Orchestersuite aus Der Feuervogel von Igor Strawinski – untermalt mit der Geschichte eines Frühlingsgeistes, der mit seinem Freund, dem Rothirsch, versehentlich den Feuervogel weckt – oder das Finale aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns, bei dem auf der Leinwand eine Schar mürrischer Flamingos ununterbrochen von einem Artgenossen mit einem Jo-Jo genervt wird.

Entstanden ist ein bezaubernder Kinofilm, der mit sehr unterschiedlichen, animierten Episoden die ganze Familie unterhält.

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

Schloss Wasserhof

16. bis 18. September 2022

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

Wiener Klassiker

Freitag, 16. bis Sonntag, 18. September 2022
Schloss Wasserhof | Schüttkasten

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF
Wiener Klassiker

 

„Mannigfaltigkeit, die sich ‚notwendig‘ zum Ganzen zusammenschließt“
Amadeus Wendt

 

Ich benütze den Rest des Sommers, um mich hier auf dem Lande zu erholen“, teilt Beethoven Mitte Oktober 1826 seinem Verleger Schott mit. Geschrieben werden diese Zeilen auf dem Gut seines Bruders Johann, Schloss Wasserhof in Gneixendorf. Hier verbringt der alternde Komponist gemeinsam mit seinem Neffen Karl letzte unbeschwerte Wochen. Tatsächlich schöpft Beethoven aus der abgeschieden-idyllischen Umgebung noch einmal Kraft und nimmt zurückgelegte Kompositionsprojekte wieder auf. So findet das neu verfasste Finale zum Streichquartett B-Dur op. 130 ebenso wie der Finalsatz des Streichquartetts op. 135 F-Dur jetzt seinen Abschluss – letzterer übertitelt mit der enigmatisch-ironischen Anmerkung ‚Muß es sein? – Es muß sein! Es muß sein!

Bereits zum dritten Mal findet heuer das BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF im Zeichen des Genius Loci statt. Im imposanten Ambiente des Schlosses wird der stimmungsvolle historische Schüttkasten zur Konzertbühne für ein dreitägiges Musik-Fest. Diesmal unter das Motto ‚Wiener Klassiker‘ gestellt, ist es die „Mannigfaltigkeit“ der Oeuvres von Haydn, Mozart und Beethoven, die beispielgebend künftige Komponistengenerationen inspirierten – sich also „notwendig zum Ganzen“ zusammenschließen sollte …

 

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

Haydn | Pirchner | Korngold

Freitag, 16. September 2022 | 19.00 Uhr
Schloss Wasserhof | Schüttkasten

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF
Joseph Haydn | Werner Pirchner | Erich Wolfgang Korngold

 

„Ich konnte beobachten, was den Eindruck hervorbringt […] zusetzen, wegschneiden, wagen […] und so mußte ich original werden.“
Joseph Haydn

SCHWARZENBERG TRIO

Hanna Bachmann – Klavier
Franz-Markus Siegert – Violine
Roland Lindenthal – Violoncello

Manfred Permoser – Moderation

 

Das Genre Klaviertrio in seiner obligaten Besetzung Violine, Violoncello und Klavier bestimmt das Programm des ersten Konzertabends. Der heitere Ton von Joseph Haydns ,Bartolozzi-Trio‘ C-Dur (Hob. XV:27) korrespondiert dabei aufs Trefflichste mit dem damals üblichen Anspruch an diese Gattung. Der trotz seiner anspruchsvollen Textur durchgängige, erfrischende, spontane Konversationston verweist jedoch deutlich auf den für das Klaviertrio typisch unterhaltenden Charakter – „darin liegt auch der Grund für ihren größten Vorzug, nämlich ein bei Haydn fast einmaliges und überhaupt […] seltenes Improvisationsgefühl. Diese Trios zeigen ihn uns gewissermaßen bei der Arbeit.“ (Charles Rosen)

Spontaneität gepaart mit Esprit, Witz und feiner Ironie finden sich gleichermaßen im Werk des Tiroler Originals Werner Pirchner. In seinem Trio Heimat? aus dem Jahr 1992 wird aber eine vermeintlich vordergründige Idylle immer wieder kritisch-nachdenklich unterlaufen.

Gleichsam als Bindeglied zwischen diesen Werken steht Erich Wolfgang Korngolds Opus 1, ein facettenreich schillerndes Klaviertrio des damals zwölfjährigen ‚Wunderkinds‘ aus dem Jahr 1910 – geschrieben im Zeitgeist des Fin de Siècle, angesiedelt zwischen klassizistischer Tradition und aktueller Moderne.

 

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

Doppler | Laks | Mozart

Samstag, 17. September 2022 | 19.00 Uhr
Schloss Wasserhof | Schüttkasten

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF
Franz Doppler | Simon Laks | Wolfgang Amadé Mozart

 

„Concerte, die schwitzen machen…“
Wolfgang Amadé Mozart

Dorothy Khadem-Missagh – Klavier
Birgit Ramsl – Flöte
Judith Fliedl – Violine
Christine Roider – Violoncello

Doron Rabinovici – Rezitation
Manfred Permoser – Moderation

 

Gewissermaßen schweißtreibend beschreibt Mozart die Werke jener noch jungen Gattung, welche den Komponisten im Wien der 1780er Jahre zum gefeierten ‚Star‘ machen sollten. Mozarts Klavierkonzerte erreichen dabei eine bis dahin nicht und auch später kaum mehr erreichte Meisterschaft. Nicht nur brillante Virtuosität, sondern der subtil ausbalancierte Dialog zwischen Kollektiv (Orchester) und Individuum (Solist) ist es, der das Publikum damals wie heute in seinen Bann zieht. Als raffiniertes Wechselspiel zwischen Konvention und Innovation konzipiert, charakterisiert Mozart seine Klavierkonzerte als ein „Mittelding zwischen zu schwer und zu leicht – sind sehr Brillant – angenehm in die ohren – Natürlich, ohne in das leere zu fallen.“ Johann Nepomuk Hummel, als hochbegabter Siebenjähriger unentgeltlich von Mozart unterrichtet und profunder Kenner der Konzerte seines Lehrers, arrangierte in den 1830er-Jahren mehrere Konzerte Mozarts, darunter auch das Klavierkonzert c-Moll (KV 491) – eine gelungene Adaption „in Kammermusikform für Piano und gemischtes Trio“ (Flöte, Violine, Violoncello).

In derselben Besetzung erklingt einbegleitend ein romantisches ‚Nocturne‘ (um 1850) des Flötisten Franz Doppler, gefolgt von einem ‚Divertimento‘ (1966) des polnisch-französischen Komponisten Simon Laks – gemäßigte Moderne mit dem, für französische Kammermusik des 20. Jahrhunderts charakteristischen Esprit.

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

Leonoren-Ouvertüre & Symphonie Nr. 7

Sonntag, 18. September 2022 | 11.00 Uhr
Schloss Wasserhof | Schüttkasten

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF
Ludwig van Beethoven
Leonoren-Ouvertüre & Symphonie Nr. 7

Streichquintett-Fassungen

 

„Die Große Sinfonie in A – eine meiner Vorzüglichsten.“
Ludwig van Beethoven

 

Alexander Burggasser – 1. Violine
Sophie Kolarz-Löschberger – 2. Violine
Mario Gheorghiu – 1. Viola
Severin Endelweber – 2. Viola
Benedikt Endelweber – Violoncello

Manfred Permoser – Moderation

 

Mit der 7. Symphonie A-Dur op. 92 und der Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 op. 72b bleibt die abschließende Matinee dem Genius Loci vorbehalten. Beide Kompositionen, ursprünglich für große Orchesterbesetzung geschrieben, zählen schon zu Lebzeiten zum Populärsten aus dem ‚Laboratorium artificiosum‘ des Komponisten.

Besonders gilt dies für die (von Richard Wagner treffend als „Apotheose des Tanzes“ charakterisierte) Symphonie A-Dur, in der vor allem rhythmische Akzentuierungen im Fokus stehen. Geschrieben 1811/1812 ist ihr enormer Erfolg bei Publikum und Kritik auch dem historischen Kontext geschuldet.

Uraufgeführt im Dezember 1813, wenige Wochen nach der Völkerschlacht bei Leipzig, wurde der mitreißende Charakter vor allem des Finalsatzes auch als Symbol der Befreiung von napoleonischer Usurpation verstanden. So erschien das Werk als ein „großer Appell zur Völkerbefreiung“ (Harry Goldschmid), vom Publikum euphorisch bejubelt, wie Beethovens Adlatus Anton Schindler festhält: „Die Jubelausbrüche während der A-Dur-Sinfonie […] übertrafen alles, was man bis dahin im Konzertsaal erlebt hatte.

Die Popularität der Symphonie spiegelt sich auch in den vom Verlag Steiner bereits zur Originalausgabe 1816 aufgelegten Bearbeitungen, darunter die von Beethoven eigenhändig erstellte Fassung für 2 Violinen, 2 Violen und Violoncello.

BEETHOVEN ON TOUR

Ausfahrt in das
Beethoven Museum

Freitag, 24. Juni 2022 | 14.00 Uhr
Wien Heiligenstadt

BEETHOVEN ON TOUR
Ausfahrt in das Beethoven Museum
Für Mitglieder und Freunde
der Köchel Gesellschaft Krems

 

„[…] kein Mensch kann das Land so lieben wie ich.“
Ludwig van Beethoven

Manfred Permoser – Reiseleitung

 

„Wie froh bin ich einmal in Gebüschen, Wäldern, Unter Bäumen, Kräutern, Felsen wandeln zu können, kein Mensch kann das Land so lieben wie ich – geben doch Wälder Bäume Felsen den Widerhall, den der Mensch wünscht …“
(Beethoven an Therese Malfatti, Mai 1810)

„Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerey“ schreibt der Komponist auch zu seiner 6. Symphonie, der ‚Pastoralen‘, einer Liebeserklärung an die Natur, in der der romantischen Sehnsucht nach dem Landleben ein musikalisches Denkmal gesetzt wird. Wie in seiner Musik sucht Beethoven auch im Alltagsleben die Nähe der Natur und des Landlebens. Jährlich wiederkehrende Aufenthalte in die Umgebung Wiens nach Baden, Mödling oder Heiligenstadt verschafften dem Rast- und Ruhelosen die ersehnte Entspannung und Erholung.

Der durch das ‚Heiligenstädter Testament‘ belegte Aufenthalt im Jahre 1802 verdankt auch das heutige Beethoven-Museum in der Probusgasse 6 seine Existenz. Aktuellen museumspädagogischen Standards folgend, wird der Komponist in einem modernen Ausstellungsparcours durch 14 Räume präsentiert, wobei sich der weite Themenbogen von der Geschichte des Hauses, über Beethovens Leben und Schaffen, die damalige Aufführungspraxis, bis hin zum Vermächtnis Beethovens spannt.

DIE STROTTERN & BLECH

Open Air

Sonntag, 29. Mai 2022 | 19.00 Uhr
Geyerhof Oberfucha

DIE STROTTERN & BLECH
Open Air

 

Klemens Lendl – Violine & Gesang
David Müller – Gitarre, Harmonium & Gesang
Martin Eberle – Trompete & Flügelhorn
Martin Ptak – Posaune & Harmonium

 

Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung mit beschränktem Platzangebot (maximal 120 Sitz- plus 50 Stehplätze) indoor statt –
aktuelle Informationen auf www.koechelgesellschaft.at beachten!

 

„Näher kann man dem Wienerlied kaum kommen.“ Harald Justin

Als ‚Die Strottern‘ bereichern Lendl und Müller seit über zwei Jahrzehnten die heimische Musikszene des neuen Wiener-Liedes. Dabei ist der Name des Duos Programm: ‚Strotter‘ steht nach dem Wiener Mundartwörterbuch für „Landstreicher, Streuner“, aber auch für einen, der „nach Verwertbarem sucht“. Recyclingfähiges musikalisches Material finden die beiden im riesigen Fundus des Wiener-Liedes zur Genüge – reiche Inspirationsquelle für eigene Liedkreationen.

Wundersam changierend zwischen morbider Melancholie, deftigem Wiener Schmäh und groovigem Bluesfeeling sind sie „Weltspiegelungen einer Poesie des lustigen Traurigseins, voll der augenzwinkernden Weisheit hinter vermeintlicher Einfalt. Lebensbetrachtungen aus kleinen, schrägen Perspektiven, in denen nichtsdestotrotz auch musikalisch die große weite Welt widerhallt.“ (Leipziger Volkszeitung)

Das neue Projekt der Strottern: Wenn sie sich mit „Blech“ zu einem Quartett „aufblasen“, dann rückt ihre Musik noch näher an die großen Gegenpole ihrer Musik: Klangvielfalt der Großstadt und (alpine) Volksmusik. Trompete und Posaune spielen in beiden Welten eine tragende Rolle. Und so wird der Bogen weit gespannt, Freiheiten werden radikal ausgelotet, heimatliche Häfen direkter angesteuert. Zärtliches wird zärtlicher, Wildes wilder.

Auch bei dieser Veranstaltung ist für Ihr leibliches Wohl gesorgt. Diesmal werden das Catering Marvin und Marcel vom Farm to Table Bio-Restaurant Belly of the Beast in Wien zubereiten. Die beiden Brüder kommen ursprünglich aus Simbabwe und finden immer eine spannende Kombination aus ihrer heimischen und der österreichischen Küche.

THE PLANETS

Gustav Holst/George Morton

Samstag, 14. Mai 2022 | 18.00 Uhr
Dominikanerkirche Krems

 

THE PLANETS
Gustav Holst
Fassung: George Morton

 

Kammerorchester Niederösterreich
Chorus Musica Sacra Krems
Guido Mancusi – Dirigent

Veranstaltung von kremskultur in Kooperation mit Köchel Gesellschaft Krems

„Die Planeten sind eine letzte Synthese spätromantisch-impressionistischer Orchesterkunst.“ Thomas Schulz

Gustav Holst, der zeitlebens Interesse für Astrologie und Spiritualität zeigte, gelang mit seiner monumentalen Tondichtung ‚The Planets‘ Anfang des 20. Jahrhunderts ein enormer Erfolg. Komponiert in den Jahren 1914 bis 1916, greift diese ‚mystische Sinfonie‘ jenen Zeitgeist der Moderne auf, der sich gezielt spirituellen Themen und Denkmustern zuwandte.

Sieben Sätze, von denen jeder einen Planeten und dessen Wesen musikalisch zu fassen sucht, bilden die Struktur des Werkes. Inspiriert von der antiken Vorstellung der sieben römischen Planetengötter und deren Rezeption in der modernen Astrologie betont Holst die kosmologische Ausdeutung, die sich in der Benennung der einzelnen Sätze wiederfindet. Dabei werden Gedanken, Gefühle und Eigenschaften thematisiert, die mit der entsprechenden Gottheit in Verbindung gebracht werden.

So gelingt gleich mit dem Eröffnungssatz ‚Mars, the Bringer of War‘, ein Klang-Bild von überwältigend bedrohlicher Wirkung, wenn mit dramatischer Wucht und monumentaler Klangopulenz die Grausamkeit des Kriegsgottes den Satzduktus bestimmt. Komponiert wenige Monate vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges sollte ‚Mars, the Bringer of War‘ zur tönenden Vision der unmittelbar bevorstehenden Apokalypse werden …

SONDERKONZERT

Benefizveranstaltung

Nachbar in Not –

Hilfe für die Ukraine

Donnerstag, 5. Mai 2022 | 19.00 Uhr
Köchel Musikschule Krems

Veranstaltung der Köchel Gesellschaft Krems in Kooperation mit AIR – artist in residence, Ernst Krenek Institut und Klangraum Krems

Jenny Maclay – Klarinette
Harald Haslinger – Klarinette
Severin Endelweber – Viola
Irén Seleljo – Klavier

Pay as you wish – alle Einnahmen werden gespendet!

 

Ernst Krenek
Monologue op. 157 für Klarinette solo

Max Bruch
Acht Stücke op. 83 für Klarinette, Viola und Klavier
Nr. 6 Nachtgesang

Conradin Kreutzer
Trio für zwei Klarinetten und Viola

Wolfgang Amadé Mozart
Trio für Klarinette, Viola und Klavier KV 498 ‚Kegelstatt-Trio‘

Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzertstück Nr. 2 d-Moll op. 114 für zwei Klarinetten und Klavier

DER TOD UND DAS MÄDCHEN

Franz Schubert

Freitag, 25. März 2022 | 19.30 Uhr
Kloster UND

Kammermusik erklärt gehört
DER TOD UND DAS MÄDCHEN
Franz Schubert – Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810

 

KOEHNE QUARTETT

Anne Harvey-Nagl – 1. Violine
Joanna Lewis – 2. Violine
Lena Fankhauser – Viola
Melissa Coleman – Violoncello

Manfred Permoser – Moderation

„[…] überhaupt will ich mir auf diese Art den Weg zur großen Sinfonie bahnen.“ Franz Schubert

„In Liedern habe ich wenig Neues gemacht, dagegen versuchte ich mich in mehreren Instrumental-Sachen, denn ich componirte 2 Quartetten für Violinen, Viola u. Violoncelle u. ein Octett, u. will noch ein Quartetto schreiben, überhaupt will ich mir auf diese Art den Weg zur grossen Sinfonie bahnen“ lässt Schubert seinen Freund Leopold Kupelwieser 1824 wissen.

Den damit formulierten ehrgeizigen Anspruch, die Privatheit intim-biedermeierlicher Hausmusik gegen die Sphäre des großen anspruchsvollen Konzertquartetts einzutauschen, löst der Komponist mit seinem Streichquartett d-Moll in bis dahin nicht gehörter Kompromisslosigkeit ein.

Seinen Namen verdankt das Quartett der Liedvertonung ,Der Tod und das Mädchen‘ D 531 nach dem gleichnamigen Gedicht von Matthias Claudius.

Als Thema des getragenen Variationensatzes wird es zum Motto des gesamten Werkes und bestimmt so den düster-tragischen Grundduktus. Dem „unglücklichsten, elendesten Menschen auf der Welt“ (Brief an Leopold Kupelwieser) gerät die Musik zum Spiegel seiner seelischen Qualen und bedingt die bis heute ungebrochen wirksame Radikalität des Ausdrucks schmerzlichen Leidens am Leben, geleitet vom Wunsch, von ihm durch den Tod erlöst zu werden.

FEDERSPIEL

Von der langsamen Zeit

16. Dezember 2021, 19.00 Uhr | Kloster UND

Von der langsamen Zeit

Weihnachten naht: Jene Zeit des Jahres, in der vereinzelte Schneeflocken den öffentlichen Verkehr lahmlegen, Alu-Nikolos von jedem Regal grinsen und sich eine Punschwolke über das Land legt. Aber ebenso die Zeit, in der sich trotzdem alles auf angenehme Art langsamer und leiser anfühlt.

Und so lehnt sich auch Federspiel ein wenig zurück und übt sich in saisonaler Entschleunigung: Der gemischte Bläsersatz interpretiert in seinem Programm „Von der langsamen Zeit“ Weihnachts- und Winterstücke aus verschiedensten Traditionen, ohne dabei moderne Klangexperimente zu vernachlässigen. Von hiesigen Turmbläser-Klassikern über selten gehörte Volkslieder bis zu spanischen villancicos navideños wird sich alles mit Spielfreude und unaufdringlicher Virtuosität angeeignet.

Stellenweise geht’s dabei auch durchaus flotter zu, reine Besinnlichkeit führt schließlich zur Besinnungslosigkeit. In seiner Ganzheit ist das Programm ein weiterer Federspielscher Beweis dafür, dass man Tradition nicht schunkelnden Spießern überlassen sollte – auch nicht zu Weihnachten.

www.feder-spiel.at

FILM: LOUIS VAN BEETHOVEN

23. Oktober 2021, 18.00 Uhr | Kino im Kesselhaus

Film: Louis van Beethoven

Ludwig van Beethoven zählt zu den herausragenden Komponisten der Musikgeschichte. Seine Ode “An die Freude” ist die Hymne der Europäischen Union. Wir blicken zurück auf das Leben des Genies: Vom Wunderkind der Bonner Kindheitstage über den Rebellen der Wiener Zeit bis zum vereinsamten Patriarchen am Ende seines Lebens, der mit sich selbst hadert – trotz gigantischer musikalischer Erfolge. Die letzten Monate vor seinem Tod verbrachte Ludwig van Beethoven (Tobias Moretti) mit seinem Neffen auf dem Gut seines Bruders in Gneixendorf. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zum Gespräch mit Manfred Permoser über Beethoven in Gneixendorf.

Regie: Niki Stein
Mit: Tobias Moretti, Cornelius Obonya, Manuel Rubey u. a.
D/A 2020, 120 Min.

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

10. bis 12. September 2021

Inspiration und Mythos

Ludwig van Beethoven galt bereits seinen Zeitgenossen als Inbegriff eines visionären Künstlers, der es wie kein anderer verstand, Musik für eine neue Zeit zu schreiben. Selbststilisierung und hohes Kunstethos führen schon bald zu Überhöhung von Werk und Mensch. Nachfolgende Komponistengenerationen verstanden sein Erbe durchwegs als Prüfstein und Herausforderung für ihr eigenes Komponieren. So bot ihnen Beethovens Kunst reiche Inspiration und zahllose Impulse, um wiederum Eigenes und Neues zu schaffen.

Werke von Dmitri Schostakowitsch, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Johannes Brahms

SCHOSTAKOWITSCH & BEETHOVEN

Freitag, 10. September 2021 – 19.00 Uhr

„Bei Beethoven haben wir alles – Klassik und Romantik und das 20. Jahrhundert.“
Dmitri Schostakowitsch

 

Die als „Mondschein-Sonate“ ungemein populär gewordene Komposition gilt als eine der meistgespielten und populärsten Stücke der klassischen Klavierliteratur. Deren Intensität, die von suggestiver Sogwirkung eines Nocturne im ersten Satz hin zur exaltierten Leidenschaft im Schlusssatz reicht, begründete den romantischen Mythos des Werkes. Schostakowitsch Viola-Sonate, als sein letztes Opus ein resignativer, zugleich aber ergreifender Abschiedsgesang und tönendes Testament, nimmt mit einem Zitat aus der „Mondschein-Sonate“ direkt Bezug das große Vorbild Beethoven.

 

Dmitri Schostakowitsch
Impromptu für Viola und Klavier (1931)

Ludwig van Beethoven
Klaviersonate Nr. 14 cis-Moll op. 27/2 „Mondscheinsonate“

Dmitri Schostakowitsch
Sonate für Viola und Klavier op. 147

Mario Gheorghiu, Viola
Catalina Butcaru, Klavier

Nadja Kayali, Rezitation
Manfred Permoser, Moderation

FRANZ SCHUBERT

Samstag, 11. September 2021 – 19.00 Uhr

„Wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?“
Franz Schubert

 

Schubert verehrte und bewunderte den eine Generation älteren Beethoven seit seiner Jugend. Auch in seinen eigenen Kompositionen finden sich verschiedentlich Einflüsse der Musik des Meisters. Doch entwickelt Schubert speziell in der Kammermusik einen für ihn typischen lyrisch-poetischen Ton, der sich von jenem Beethovens charakteristisch unterscheidet. Besonders merkbar wird dies im Klaviertrio B-Dur und im Notturno Es-Dur – beides Werke der Reifezeit, entstanden in der letzten Lebensphase Schuberts und nach Beethovens Tod.

 

Franz Schubert

Thema aus Impromptu Nr. 3 B-Dur D 935

Klaviertrio B-Dur D 898

Sonatensatz B-Dur D 28

Notturno Es-Dur D 897

Klara Flieder, Violine
Christophe Pantillon, Violoncello
Patrick Leung, Klavier

Albert Hosp, Rezitation
Manfred Permoser, Moderation

JOHANNES BRAHMS

Sonntag, 12. September 2021 – 11.00 Uhr

„Das ist das Erbe Beethovens!
Joseph Hellmesberger

 

Dem Genius Loci nachzuspüren und den „Wein zu trinken, wo ihn Beethoven getrunken hat“ – Anreize genug für Johannes Brahms, um 1862 erstmals nach Wien zu reisen. Mit der erfolgreichen Uraufführung seines Klavierquartetts A-Dur op. 26 (von der Kritik als „Erbe Beethovens“ gefeiert) gelingt Brahms ein glänzender Einstieg in die vor Ort etablierte Musikszene.

 

Johannes Brahms

Aria und Variation Nr. 1 aus Variationen und Fuge über ein Thema von Händel op. 24

Klavierquartett A-Dur op. 26

Gregor Reinberg, Violine
Severin Endelweber, Viola
Bertin Christelbauer, Violoncello
Irén Seleljo, Klavier

Manfred Permoser, Moderation

Köchel-Promenade

Auf Mozarts Spuren durch Krems und Stein

Exklusive Führung mit musikalischer Gestaltung

11. Juni 2021

Beethoven-Festival Gneixendorf | Schloss Wasserhof

17. bis 20. September 2020

Der glorreiche Augenblick | Festkonzert zum Jubiläum

15. Februar 2020

ORF Niederösterreich "Köchel: Ein Verzeichnis geht um die Welt"

14. Jänner 2020, 20.10 Uhr

NÖ heute "Aufgespürt: Auf Mozarts Spuren durch Krems-Stein"

Sendetermin: 10.11.2016