Veranstaltungen

DIE STROTTERN & BLECH

Open Air

Sonntag, 29. Mai 2022 | 19.00 Uhr
Geyerhof Oberfucha

DIE STROTTERN & BLECH
Open Air

 

Klemens Lendl – Violine & Gesang
David Müller – Gitarre, Harmonium & Gesang
Martin Eberle – Trompete & Flügelhorn
Martin Ptak – Posaune & Harmonium

 

Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung bei beschränktem Platzangebot indoor statt –
aktuelle Informationen auf www.koechelgesellschaft.at beachten!

 

„Näher kann man dem Wienerlied kaum kommen.“ Harald Justin

Als ‚Die Strottern‘ bereichern Lendl und Müller seit über zwei Jahrzehnten die heimische Musikszene des neuen Wiener-Liedes. Dabei ist der Name des Duos Programm: ‚Strotter‘ steht nach dem Wiener Mundartwörterbuch für „Landstreicher, Streuner“, aber auch für einen, der „nach Verwertbarem sucht“. Recyclingfähiges musikalisches Material finden die beiden im riesigen Fundus des Wiener-Liedes zur Genüge – reiche Inspirationsquelle für eigene Liedkreationen.

Wundersam changierend zwischen morbider Melancholie, deftigem Wiener Schmäh und groovigem Bluesfeeling sind sie „Weltspiegelungen einer Poesie des lustigen Traurigseins, voll der augenzwinkernden Weisheit hinter vermeintlicher Einfalt. Lebensbetrachtungen aus kleinen, schrägen Perspektiven, in denen nichtsdestotrotz auch musikalisch die große weite Welt widerhallt.“ (Leipziger Volkszeitung)

Das neue Projekt der Strottern: Wenn sie sich mit „Blech“ zu einem Quartett „aufblasen“, dann rückt ihre Musik noch näher an die großen Gegenpole ihrer Musik: Klangvielfalt der Großstadt und (alpine) Volksmusik. Trompete und Posaune spielen in beiden Welten eine tragende Rolle. Und so wird der Bogen weit gespannt, Freiheiten werden radikal ausgelotet, heimatliche Häfen direkter angesteuert. Zärtliches wird zärtlicher, Wildes wilder.

 

BEETHOVEN ON TOUR

Ausfahrt in das
Beethoven Museum

Freitag, 24. Juni 2022 | 14.00 Uhr
Wien Heiligenstadt

BEETHOVEN ON TOUR
Ausfahrt in das Beethoven Museum
Für Mitglieder und Freunde
der Köchel Gesellschaft Krems

 

„[…] kein Mensch kann das Land so lieben wie ich.“
Ludwig van Beethoven

Manfred Permoser – Reiseleitung

Anmeldungen bitte via mitglieder@koechelgesellschaft.at
bis 20. Juni 2022!

 

„Wie froh bin ich einmal in Gebüschen, Wäldern, Unter Bäumen, Kräutern, Felsen wandeln zu können, kein Mensch kann das Land so lieben wie ich – geben doch Wälder Bäume Felsen den Widerhall, den der Mensch wünscht …“
(Beethoven an Therese Malfatti, Mai 1810)

„Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerey“ schreibt der Komponist auch zu seiner 6. Symphonie, der ‚Pastoralen‘, einer Liebeserklärung an die Natur, in der der romantischen Sehnsucht nach dem Landleben ein musikalisches Denkmal gesetzt wird. Wie in seiner Musik sucht Beethoven auch im Alltagsleben die Nähe der Natur und des Landlebens. Jährlich wiederkehrende Aufenthalte in die Umgebung Wiens nach Baden, Mödling oder Heiligenstadt verschafften dem Rast- und Ruhelosen die ersehnte Entspannung und Erholung.

Der durch das ‚Heiligenstädter Testament‘ belegte Aufenthalt im Jahre 1802 verdankt auch das heutige Beethoven-Museum in der Probusgasse 6 seine Existenz. Aktuellen museumspädagogischen Standards folgend, wird der Komponist in einem modernen Ausstellungsparcours durch 14 Räume präsentiert, wobei sich der weite Themenbogen von der Geschichte des Hauses, über Beethovens Leben und Schaffen, die damalige Aufführungspraxis, bis hin zum Vermächtnis Beethovens spannt.

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

Wiener Klassiker

Freitag, 16. bis Sonntag, 18. September 2022
Schloss Wasserhof | Schüttkasten

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF
Wiener Klassiker

 

„Mannigfaltigkeit, die sich ‚notwendig‘ zum Ganzen zusammenschließt“
Amadeus Wendt

 

Ich benütze den Rest des Sommers, um mich hier auf dem Lande zu erholen“, teilt Beethoven Mitte Oktober 1826 seinem Verleger Schott mit. Geschrieben werden diese Zeilen auf dem Gut seines Bruders Johann, Schloss Wasserhof in Gneixendorf. Hier verbringt der alternde Komponist gemeinsam mit seinem Neffen Karl letzte unbeschwerte Wochen. Tatsächlich schöpft Beethoven aus der abgeschieden-idyllischen Umgebung noch einmal Kraft und nimmt zurückgelegte Kompositionsprojekte wieder auf. So findet das neu verfasste Finale zum Streichquartett B-Dur op. 130 ebenso wie der Finalsatz des Streichquartetts op. 135 F-Dur jetzt seinen Abschluss – letzterer übertitelt mit der enigmatisch-ironischen Anmerkung ‚Muß es sein? – Es muß sein! Es muß sein!

Bereits zum dritten Mal findet heuer das BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF im Zeichen des Genius Loci statt. Im imposanten Ambiente des Schlosses wird der stimmungsvolle historische Schüttkasten zur Konzertbühne für ein dreitägiges Musik-Fest. Diesmal unter das Motto ‚Wiener Klassiker‘ gestellt, ist es die „Mannigfaltigkeit“ der Oeuvres von Haydn, Mozart und Beethoven, die beispielgebend künftige Komponistengenerationen inspirierten – sich also „notwendig zum Ganzen“ zusammenschließen sollte …

 

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

Haydn | Pirchner | Korngold

Freitag, 16. September 2022 | 19.00 Uhr
Schloss Wasserhof | Schüttkasten

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF
Joseph Haydn | Werner Pirchner | Erich Wolfgang Korngold

 

„Ich konnte beobachten, was den Eindruck hervorbringt […] zusetzen, wegschneiden, wagen […] und so mußte ich original werden.“
Joseph Haydn

SCHWARZENBERG TRIO

Franz-Markus Siegert – Violine
Roland Lindenthal – Violoncello
Hanna Bachmann – Klavier

Manfred Permoser – Moderation

 

Das Genre Klaviertrio in seiner obligaten Besetzung Violine, Violoncello und Klavier bestimmt das Programm des ersten Konzertabends. Der heitere Ton von Joseph Haydns ,Bartolozzi-Trio‘ C-Dur (Hob. XV:27) korrespondiert dabei aufs Trefflichste mit dem damals üblichen Anspruch an diese Gattung. Der trotz seiner anspruchsvollen Textur durchgängige, erfrischende, spontane Konversationston verweist jedoch deutlich auf den für das Klaviertrio typisch unterhaltenden Charakter – „darin liegt auch der Grund für ihren größten Vorzug, nämlich ein bei Haydn fast einmaliges und überhaupt […] seltenes Improvisationsgefühl. Diese Trios zeigen ihn uns gewissermaßen bei der Arbeit.“ (Charles Rosen)

Spontaneität gepaart mit Esprit, Witz und feiner Ironie finden sich gleichermaßen im Werk des Tiroler Originals Werner Pirchner. In seinem Trio Heimat? aus dem Jahr 1992 wird aber eine vermeintlich vordergründige Idylle immer wieder kritisch-nachdenklich unterlaufen.

Gleichsam als Bindeglied zwischen diesen Werken steht Erich Wolfgang Korngolds Opus 1, ein facettenreich schillerndes Klaviertrio des damals zwölfjährigen ‚Wunderkinds‘ aus dem Jahr 1910 – geschrieben im Zeitgeist des Fin de Siècle, angesiedelt zwischen klassizistischer Tradition und aktueller Moderne.

 

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

Doppler | Laks | Mozart

Samstag, 17. September 2022 | 19.00 Uhr
Schloss Wasserhof | Schüttkasten

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF
Franz Doppler | Simon Laks | Wolfgang Amadé Mozart

 

„Concerte, die schwitzen machen…“
Wolfgang Amadé Mozart

 

Birgit Ramsl – Flöte
Susanne Schäffer – Violine
Bas Jongen – Violoncello
Dorothy Khadem-Missagh – Klavier

Manfred Permoser – Moderation

 

Gewissermaßen schweißtreibend beschreibt Mozart die Werke jener noch jungen Gattung, welche den Komponisten im Wien der 1780er Jahre zum gefeierten ‚Star‘ machen sollten. Mozarts Klavierkonzerte erreichen dabei eine bis dahin nicht und auch später kaum mehr erreichte Meisterschaft. Nicht nur brillante Virtuosität, sondern der subtil ausbalancierte Dialog zwischen Kollektiv (Orchester) und Individuum (Solist) ist es, der das Publikum damals wie heute in seinen Bann zieht. Als raffiniertes Wechselspiel zwischen Konvention und Innovation konzipiert, charakterisiert Mozart seine Klavierkonzerte als ein „Mittelding zwischen zu schwer und zu leicht – sind sehr Brillant – angenehm in die ohren – Natürlich, ohne in das leere zu fallen.“ Johann Nepomuk Hummel, als hochbegabter Siebenjähriger unentgeltlich von Mozart unterrichtet und profunder Kenner der Konzerte seines Lehrers, arrangierte in den 1830er-Jahren mehrere Konzerte Mozarts, darunter auch das Klavierkonzert c-Moll (KV 491) – eine gelungene Adaption „in Kammermusikform für Piano und gemischtes Trio“ (Flöte, Violine, Violoncello).

In derselben Besetzung erklingt einbegleitend ein romantisches ‚Nocturne‘ (um 1850) des Flötisten Franz Doppler, gefolgt von einem ‚Divertimento‘ (1966) des polnisch-französischen Komponisten Simon Laks – gemäßigte Moderne mit dem, für französische Kammermusik des 20. Jahrhunderts charakteristischen Esprit.

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF

Leonoren-Ouvertüre & Symphonie Nr. 7

Sonntag, 18. September 2022 | 11.00 Uhr
Schloss Wasserhof | Schüttkasten

BEETHOVEN-FESTIVAL GNEIXENDORF
Ludwig van Beethoven
Leonoren-Ouvertüre & Symphonie Nr. 7

Streichquintett-Fassungen

 

„Die Große Sinfonie in A – eine meiner Vorzüglichsten.“
Ludwig van Beethoven

 

Alexander Burggasser – 1. Violine
Sophie Kolarz-Löschberger – 2. Violine
Mario Gheorghiu – 1. Viola
Severin Endelweber – 2. Viola
Benedikt Endelweber – Violoncello

Manfred Permoser – Moderation

 

Mit der 7. Symphonie A-Dur op. 92 und der Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 op. 72b bleibt die abschließende Matinee dem Genius Loci vorbehalten. Beide Kompositionen, ursprünglich für große Orchesterbesetzung geschrieben, zählen schon zu Lebzeiten zum Populärsten aus dem ‚Laboratorium artificiosum‘ des Komponisten.

Besonders gilt dies für die (von Richard Wagner treffend als „Apotheose des Tanzes“ charakterisierte) Symphonie A-Dur, in der vor allem rhythmische Akzentuierungen im Fokus stehen. Geschrieben 1811/1812 ist ihr enormer Erfolg bei Publikum und Kritik auch dem historischen Kontext geschuldet.

Uraufgeführt im Dezember 1813, wenige Wochen nach der Völkerschlacht bei Leipzig, wurde der mitreißende Charakter vor allem des Finalsatzes auch als Symbol der Befreiung von napoleonischer Usurpation verstanden. So erschien das Werk als ein „großer Appell zur Völkerbefreiung“ (Harry Goldschmid), vom Publikum euphorisch bejubelt, wie Beethovens Adlatus Anton Schindler festhält: „Die Jubelausbrüche während der A-Dur-Sinfonie […] übertrafen alles, was man bis dahin im Konzertsaal erlebt hatte.

Die Popularität der Symphonie spiegelt sich auch in den vom Verlag Steiner bereits zur Originalausgabe 1816 aufgelegten Bearbeitungen, darunter die von Beethoven eigenhändig erstellte Fassung für 2 Violinen, 2 Violen und Violoncello.

Walt Disney: FANTASIA 2000

Familienfilm

Samstag, 15. Oktober 2022 | 16.00 Uhr
Kino im Kesselhaus

Walt Disney: FANTASIA 2000
Familienfilm

 

„Bilder zum Hören – Musik zum Schauen“
Walt Disney

 

Regie: Eric Goldberg, Hendel Butoy, James Algar u.a.

USA 1999, 75 Min.

Veranstaltung von kino im kesselhaus in Kooperation mit Köchel Gesellschaft Krems

 

Fantasia 2000 ist die bereits damals geplante Fortsetzung zu Fantasia von 1940 aus dem Hause Disney und zeigt ein Konzert, bei dem acht musikalische Werke mit unterschiedlichen Animationsfilmen und Realfilmelementen auf der Kinoleinwand zum Leben erweckt werden.

Eingespielt wurden die Stücke größtenteils vom Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von James Levine. Als einer der beliebtesten Parts aus dem Klassiker wird auch in Fantasia 2000 wieder Der Zauberlehrling von Paul Dukas präsentiert und dargestellt von Mickey Mouse.

Weitere, neue Stationen auf der musikalischen Reise sind unter anderem Beethovens 5. Symphonie oder die Rhapsody in Blue von George Gershwin. Ebenso berühmt wie beliebt die Szenen mit der Orchestersuite aus Der Feuervogel von Igor Strawinski – untermalt mit der Geschichte eines Frühlingsgeistes, der mit seinem Freund, dem Rothirsch, versehentlich den Feuervogel weckt – oder das Finale aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns, bei dem auf der Leinwand eine Schar mürrischer Flamingos ununterbrochen von einem Artgenossen mit einem Jo-Jo genervt wird.

Entstanden ist ein bezaubernder Kinofilm, der mit sehr unterschiedlichen, animierten Episoden die ganze Familie unterhält.

Rezital mit SELINA OTT

Opus Klassik Award 2021

Samstag, 19. November 2022 | 16.00 Uhr
Kloster UND

Rezital mit SELINA OTT
Opus Klassik Award 2021

 

„[…] ein untrügliches Gespür für Phrasierung, Farben, Dramaturgie […]“
Eckhard Weber

 

Selina Ott – Trompete
En-Chia Lin – Klavier

Manfred Permoser – Moderation

 

Seit Selina Ott mit nur 20 Jahren als erste Frau in ihrem Fach den renommierten Internationalen ARD-Musikwettbewerb gewinnen konnte, zählt sie zum kleinen Kreis der internationalen Topstars auf diesem, sonst zumeist von Männern dominierten Instrument.

Die gebürtige Kremserin kann inzwischen mit dem Erhalt des Opus Klassik Award 2021 für die beste Konzerteinspielung des Jahres einen weiteren Höhepunkt ihrer steilen Karriere vorweisen: Für ihr Debut-Album „Trumpet Concertos“ gemeinsam mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Leitung von Roberto Paternostro erntete die junge Trompeterin fulminante Kritiken. Dass Ott aber ebenso die subtile Kunst kammermusikalischer Interpretation beherrscht, beweist sie mit ihrem 2021 erschienen zweiten Album gemeinsam mit dem Pianisten En-Chia Lin – beeindruckendes Ergebnis eines über Jahre perfektionierten Musik-Dialogs dieser beiden Ausnahmekünstler: „Was die Trompetensolistin Selina Ott und der Pianist En-Chia Lin am Flügel gemeinsam aufführten, war geradezu ein Hochamt künstlerischer Virtuosität, klanglicher Delikatesse und künstlerischer Vollendung. […] Die ARD-Preisträgerin […] und ihr genialisch am Flügel agierender Begleiter zündeten eine beseelt interpretierte Programmfolge, die Anspruch und Abwechslung in Fülle bot.“ (Siegfried Schmidt)

Das abwechslungsreiche und virtuose Programm bietet ausgewählte Werke von Wladimir Peskin, Francis Poulenc, Alexandra Pachmutowa, Alfred Schnittke, Jean-Baptiste Arban, Nikolai Kapustin und Alexander Goedicke.

KÖCHEL-PROMENADE

Auf Mozarts Spuren

durch Krems und Stein

„Nachts waren wir zu Stein…“
Wolfgang Amadé Mozart, 1762

 

Aus Anlass des 20jährigen Jubiläums der 1995 konstituierten Köchel Gesellschaft Krems wurde mit der „Köchel-Promenade“ ein nachhaltiges Beispiel interaktiver Auseinandersetzung mit musikalischem Erbe gesetzt. 20 Stationen zu musikalisch bedeutenden Gebäuden, Höfen und Plätzen sollen Besucherinnen wie Besuchern interessante Eindrücke einer überaus reichhaltigen Tradition und der lebendigen Gegenwart unserer Kulturstadt ermöglichen. Die Musikbeispiele sowie viele weitere Informationen können via Smartphone auch direkt vor Ort abgerufen werden und machen auf diese Weise einen virtuellen Themenweg mit Audioguide unmittelbar erlebbar. Die Finanzierung der „Köchel-Promenade“ ist durch Subventionen der Kulturabteilungen der Stadt Krems und des Landes Niederösterreich mit Beteiligung der „Ludwig Ritter von Köchel Gesellschaft“ realisiert worden. Zudem haben Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft und private Geldgeber die Patenschaft für einzelne Stationen übernommen.

Idee & Konzept: Severin Endelweber und Manfred Permoser

Sprecher: Albert Hosp

BEETHOVEN IN GNEIXENDORF

Dauerausstellung vor Schloss Wasserhof

„Wir schreiben Ihnen hier von der Burg des Signore fratello.“
Ludwig van Beethoven, 1826

 

„Freu dich des Lebens“ notiert Ludwig van Beethoven in sein Konversationsheft, als er Ende September 1826 am Gut des Bruders Johann die spätsommerliche Landidylle Gneixendorfs genießen konnte. Gemeinsam mit seinem Neffen Karl fand er auf Schloss Wasserhof die lang ersehnte Ruhe und Erholung. Noch einmal findet Beethoven in der ländlichen Umgebung die Inspirationsquelle eines einzigartigen Schaffensprozesses. Mit den Finalsätzen zu den Streichquartetten op. 130 und op. 135 entstehen dort seine letzten bedeutenden Kompositionen. Als nachhaltige Ergänzung zur Veranstaltungsreihe BEETHOVEN 2020 @ KREMS präsentiert die Köchel Gesellschaft Krems nun eine frei zugängliche Dauerausstellung am Schloss Wasserhof in Gneixendorf. Auf vier Schautafeln an der Fassade dieses musikhistorisch einzigartigen Gebäudes werden Aufenthalt, Alltag, Komponieren und Nachleben des ‚Mythos Beethoven‘ illustriert. Die musikalische Umrahmung der Eröffnungsveranstaltung durch das Koehne Quartett fand am 11. Juni 2021 im barocken Schüttkasten des Schlosses statt – mit Ausschnitten aus den in Gneixendorf entstandenen Streichquartettwerken.