Veranstaltungen

JUBILÄUMSKONZERT

15 Jahre Kammermusik erklärt gehört

Donnerstag, 23. Februar 2023 | 19.30 Uhr
Kloster UND

Antonín Dvořák
Klavierquartett Es-Dur op. 87

 

TRIO ARTIO

Judith Fliedl  – Violine
Christine Roider – Violoncello
Johanna Estermann – Klavier

Severin Endelweber – Viola

Manfred Permoser – Moderation

„Es geht über Erwarten gut, und die Melodien laufen mir nur so zu.“ Antonín Dvořák

Es war wohl dem künstlerischen und kommerziellen Erfolg der Klavierquartette von Johannes Brahms geschuldet, dass dessen Verleger Fritz Simrock wiederholt bei Antonín Dvořák nachfragte, ebenfalls für diese Besetzung zu schreiben. Simrock hoffte aus gutem Grunde, hatte Dvořák doch bereits 1875 mit seinem ersten Klavierquartett D-Dur op. 23 einen überzeugenden Beweis seines Könnens abgelegt.

Die nötige Inspiration und Ruhe fand der Komponist schließlich in der ländlichen Idylle seines Sommerhauses in Vysoká: „Mir ist der Kopf so voll Einfällen, wenn nur ein Mensch das alles aufschreiben könnte! Aber was nützt es, ich muß schreiben, wie die Hand es eben kann, und das übrige möge Gott geben. Jetzt habe ich schon drei Sätze eines neuen Klavierquartetts geschrieben, und mit dem Finale werde ich in einigen Tagen fertig sein.“

Originalität und Reichtum im Erfinden von Themen und deren variantenreiche Verarbeitung brauchten so den Vergleich mit dem Oeuvre von Brahms nicht zu scheuen – wie auch eine viel umjubelte Uraufführung des zweiten Klavierquartetts Es-Dur op. 87 in Prag 1890 unter Beweis stellte.

KÖCHEL-PROMENADE

Auf Mozarts Spuren

durch Krems und Stein

„Nachts waren wir zu Stein…“
Wolfgang Amadé Mozart, 1762

 

Aus Anlass des 20jährigen Jubiläums der 1995 konstituierten Köchel Gesellschaft Krems wurde mit der „Köchel-Promenade“ ein nachhaltiges Beispiel interaktiver Auseinandersetzung mit musikalischem Erbe gesetzt. 20 Stationen zu musikalisch bedeutenden Gebäuden, Höfen und Plätzen sollen Besucherinnen wie Besuchern interessante Eindrücke einer überaus reichhaltigen Tradition und der lebendigen Gegenwart unserer Kulturstadt ermöglichen. Die Musikbeispiele sowie viele weitere Informationen können via Smartphone auch direkt vor Ort abgerufen werden und machen auf diese Weise einen virtuellen Themenweg mit Audioguide unmittelbar erlebbar. Die Finanzierung der „Köchel-Promenade“ ist durch Subventionen der Kulturabteilungen der Stadt Krems und des Landes Niederösterreich mit Beteiligung der „Ludwig Ritter von Köchel Gesellschaft“ realisiert worden. Zudem haben Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft und private Geldgeber die Patenschaft für einzelne Stationen übernommen.

Idee & Konzept: Severin Endelweber und Manfred Permoser

Sprecher: Albert Hosp

BEETHOVEN IN GNEIXENDORF

Dauerausstellung vor Schloss Wasserhof

„Wir schreiben Ihnen hier von der Burg des Signore fratello.“
Ludwig van Beethoven, 1826

 

„Freu dich des Lebens“ notiert Ludwig van Beethoven in sein Konversationsheft, als er Ende September 1826 am Gut des Bruders Johann die spätsommerliche Landidylle Gneixendorfs genießen konnte. Gemeinsam mit seinem Neffen Karl fand er auf Schloss Wasserhof die lang ersehnte Ruhe und Erholung. Noch einmal findet Beethoven in der ländlichen Umgebung die Inspirationsquelle eines einzigartigen Schaffensprozesses. Mit den Finalsätzen zu den Streichquartetten op. 130 und op. 135 entstehen dort seine letzten bedeutenden Kompositionen. Als nachhaltige Ergänzung zur Veranstaltungsreihe BEETHOVEN 2020 @ KREMS präsentiert die Köchel Gesellschaft Krems nun eine frei zugängliche Dauerausstellung am Schloss Wasserhof in Gneixendorf. Auf vier Schautafeln an der Fassade dieses musikhistorisch einzigartigen Gebäudes werden Aufenthalt, Alltag, Komponieren und Nachleben des ‚Mythos Beethoven‘ illustriert. Die musikalische Umrahmung der Eröffnungsveranstaltung durch das Koehne Quartett fand am 11. Juni 2021 im barocken Schüttkasten des Schlosses statt – mit Ausschnitten aus den in Gneixendorf entstandenen Streichquartettwerken.